FSV 06 Eintracht Hildburghausen e.V.

Wir bekommen ein paar Schnürsenkel, doch die Sohle ist im A.

Martin Bauckmann, 23.09.2017

Wir bekommen ein paar Schnürsenkel, doch die Sohle ist im A.

Stellungnahme zur Tagespresse 29.08.2017 „Höhenflüge führen dem Verein den größten Schaden zu“!

Nachdem die Erklärung der Fraktionen CDU/Freie Wähler und Feuerwehr bereits am 21. September auf Facebook veröffentlicht wurde, ist durch unsere Sportliche Leitung ein Termin vereinbart worden, an dem neben Vertretern des Vereins sowohl die Freien Wähler als auch ein Reporter der Tagespresse teilnehmen sollten. Leider wurde dieser Termin durch die Lokalredaktion abgesagt und es erschien am 29. August ein Artikel, welcher viele Tatsachen falsch darstellt. Wir möchten hier die Gelegenheit nutzen, um auf die wichtigsten Dinge einzugehen.

Entgegen der Darstellung der Fraktionen und des Bürgermeisters reichen 800 Euro Vereinsgeld
nicht, um den Rasenplatz im Stadion wieder dauerhaft bespielbar zu machen. Wie bereits mehrfach schriftlich als auch in den verschiedenen angesprochenen Terminen dargelegt, wurde durch eine externe Fachfirma der Rasenplatz begutachtet. Im Ergebniss wird dort empfohlen, eine Intensivpflege (Besandung) über einen Zeitraum von 5 Jahren durchzuführen, in der Hoffnung, den Rasen danach wieder bespielbar zu haben. Eine Garantie dafür übernimmt niemand. Die Gesamtkosten belaufen sich laut Angebot, welches der Stadt vorliegt, auf 32.482,24 Euro. Diese sollten, so die Forderung der Stadt, zur Hälfte durch den Verein getragen werden. Also über 16.000 Euro, welche der Verein hätte tragen sollen. Lediglich für die Kosten des 1. Jahres gab es eine Förderzusage des Landessportbundes über 3.633,65 Euro. Diese war an verschiedene Vorraussetzungen gebunden. Unter anderem hätte der Verein eine Nutzung der Spielfläche über die nächsten 15 Jahre nachweisen müssen. Auch wurde signalisert, dass bei weiteren Maßnahmen keine weitere Förderung genehmigt werden könnte.
Leider wurde der Wunsch des Vereins, die Verträge für Kunstrasenplatz und Stadion zu trennen einfach vom Tisch gewischt bzw. abgelehnt. Die damit verbundenen unterschiedlichen Laufzeiten und Konditionen, die dafür zwingend notwendig gewesen wären, wurden ignoriert. Auch waren die Forderungen der Stadt sehr hoch und es gab nie eine Lösung für die entstehenden Kosten nach der 5-Jahresmaßnahme.

So war es der Vereinsführung unmöglich, einen 15-Jahresvertrag zu unterschreiben, welcher den Verein ruiniert hätte!

Es wurde z. B. stets gefordert, dass bei einer notwendigen Reparatur des Flutlichtes am Kunstrasen der Verein die Hälfte der Kosten zu tragen hat. Wenn man nun weiß, das bereits nur noch ein Teil des Lichtes leuchtet und sogar schon 2 Mal die Feuerwehr anrücken musste, weil es in einem Mast gebrannt hat, ist die Wahrscheinlichkeit der notwendigen Reparatur in den nächsten 1,5 Jahrzehnten fast bei 100%. Ein Angebot auf Umstellung LED liegt der Stadt vor und beläuft sich auf 25.732,56 Euro. Also die nächsten 12.350 Euro, welche auf den Verein zugekommen wären!

Der zeitliche Druck machte es erst wenige Tage vor Beendigung des Nutzungsvertrages möglich, das in kleiner Runde (2 Mitglieder des Vorstandes, 2 Mitarbeiter der Stadtverwaltung) ein Konsenz gefunden wurde, welcher zumindest den aktuellen Spielbetrieb für weitere 2 Jahre ermöglicht. (Dieser ist entgegen der Darstellung im Bericht nicht gefährdet!).

Durch die kurze Laufzeit wurden aber die Fördervorraussetzungen nicht erfüllt und ein Abruf der Mittel war unmöglich, so dass die Vereinsmitglieder auf ihrer Sitzung entschieden, eine Komplettsanierung des Stadions vorrangig zu fördern und Plan B den Eigenanteil an der Rasenbesandung notfalls mit Sonderbeitrag aus Vereinsmitteln zu bezahlen. Über diese Vereinbarung stimmten sowohl der Stadtrat, als auch die Mitglieder des FSV ab.

Unter §5 heißt es dort im Zitat: „Der Verein verpflichtet sich, für die komplette Sanierung des Stadions einen Fördermittelantrag an alle Institutionen, wie .... zu beantragen. Die Stadt wird entsprechend der finanziellen Haushaltslage den Eigenanteil im Haushaltsplan des Jahres sichern.“

Nachdem nun der Verein seine vertragliche Pflicht erfüllen wollte und eine erste Kostenschätzung als Arbeitsgrundlage für die Sanierung des Stadions dem Bürgermeister überreichte, wurde ihm mit Schreiben vom 3. Juli 2017 mitgeteilt, das eine Sanierung des Stadion in den nächsten Jahren nicht auf der Agenda steht. Unsere mehrfach gestellte Frage nach dem Sportentwicklungskonzept der Stadt Hildburghausen blieb bis heute unbeantwortet.

Um noch einige Aussagen aus dem Artikel richtig darzustellen, möchten wir noch auf Folgendes
hinweisen:

Die Reparatur der Pumpe für die Bewässerung des Rasenplatzes im Stadion liegt aus unserer Sicht im Verantwortungsbereich der Stadt. Wir haben bereits in 2016 unseren vertraglich vereinbarten Kostenanteil auf das städtische Konto gezahlt. Anstatt diesen zu verwenden und die Reperatur der Pumpe durch die Stadt zu beauftragen, wurde der Betrag durch die Stadt an den Verein zurücküberwiesen. Eine uns völlig unerklärliche Sache!

Welche Fehler in der Vergangenheit gemacht wurden, spielt heute keine Rolle mehr. Es war der Stadtrat, welcher den B-Plan änderte und so dem Landkreis ermöglichte, eine neue Sportstätte zu bauen, anstatt sich an bestehender zu beteiligen.
Richtig ist: auch heute scheinen die Verantwortlichen sich wieder nicht mit dem Thema auseinanderzusetzen.

Den Schaden durch die Vertragskündigung hatte wirklich der Verein. Denn obwohl der Stadt klar gewesen sein sollte, das der alte Vertrag für den Verein existenzbedrohend war, wurde bei den Vertragsverhandlungen nur noch mehr gefordert.

Entgegen der Darstellung der Fraktionen ist die Unterstützung des Bauhofes in den letzten Jahren massiv zurückgefahren worden.

Der Verein trägt alle Unterhaltskosten bezüglich der Spielflächen und des Vereinsheimes zu 100% selbst. Die Stadt übernimmt lediglich den Winterdienst auf dem Gehweg vor dem Stadion. Eine Deckelung der Kosten besteht ausschließlich im investiven Bereich und bei notwendigen Reparaturen.

Sollte ein Vereinsmitglied oder ein Stadtrat sich intensiver mit diesem Thema beschäftigen wollen, kann sich jeder gerne in unseren Unterlagen ein Bild über die bisherigen Gesprächsprotokolle und Vertragsentwürfe bzw. Vertragsvorschläge machen.

Der FSV spielt seit Beginn der 70er Jahre im „Bergmann Stadion“ und seine Mitglieder haben in tausenden von freiwilligen Arbeitsstunden zum Aufbau, zum Erhalt und zu Bespielbarkeit der Fußballplätze beigetragen. Auch mit finanziellen Mitteln unterstützte und unterstützt der Verein den Eigentümer. Allein 50.000 Mark steuerte der Verein zum Bau des Vereinsheimes und 50.000 Euro für die Anschaffung des Kunstrasenplatzes durch Eigenleistung bei.

Generell ist festzustellen, das der Verein im Laufe vieler Jahrzehnte immer seinen finanziellen Beitrag zum Erhalt des Stadions geleistet hat, natürlich immer unter der Prämisse, das der Verein keinen Schaden nimmt. Über die freiwilligen Arbeitsleistungen der Vereinsmitglieder können sich Bürgermeister, Stadträte und „Redakteurin“ mit Mitgliedern des Vereins selbst ein Bild machen. In diesen vielen Jahrzehnten wurden im Verein keine Reichtümer angehäuft oder Missmanagement betrieben.

Der Verein leistet in hervorragender Weise seinen gesellschaftspolitischen Beitrag, in dem er Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen eine sportliche Betätigung bietet, in der Gemeinschaftssinn, körperliche
Fitness und Sozialverhalten geschult und gefördert werden!

Im Artikel 30, Abs. 3 der Thüringer Verfassung ist nachzulesen:

„Der Sport genießt Schutz und Förderung durch das Land und seine Gebietskörperschaften.“

Die Verpflichtung schließt die Bereitstellung und Unterhaltung der Sportstätten mit ein!

Generell ist festzustellen, das der Vorstand des FSV im Auftrag seiner Mitglieder handelt und mit deren Zustimmung entscheidet. Verträge, die dem Verein Schaden zufügen oder in eine ungewisse Zukunft führen, würde der Vorstand niemals unterschreiben! Diese Verpflichtung sehen wir als oberste Priorität in unserem Handeln!

Dennoch stehen einige wesentliche Fragen im Raum, die
uns sehr nachdenklich stimmen:

Warum war in den ersten Facebook- Veröffentlichngen die SPD-Fraktion namentlich erwähnt?

Sie hat sich vor der Veröffentlichung in der Tagespresse davon distanziert und gehört somit nicht zu den Verfassern des Artikels.

Hatten alle Stadträte der Fraktionen Kenntnis von diesem Text, der auf Facebook und in der Tagespresse erschien?

Warum wurde der vereinbarte Termin, in dem wir Stellung zu den Vorwürfen hätten nehmen können, ohne Angabe von Gründen abgesagt?

Ist dies ein fairer und demokratischer Umgang mit einem Verein, der über viele Jahrzehnte einen wesentlichen Beitrag zum gemeinschaftlichen Leben in der Kreisstadt geleistet hat?

Jahrzehntelang funktionierte die partnerschaftliche Kooperation zwischen Stadt und Verein nahezu reibungslos! Warum wird nicht nach machbaren, für beide Seiten akzeptablen Lösungen gesucht?

Agrumente, das persönliche Befindlichkeiten von Vorstandsmitgliedern gegenüber dem Stadtoberhaupt ausschlaggebend für die verhärteten Fronten zwischen den Vertragspartnern seien, sind fadenscheinig und entsprechen nicht der Realität, da wir als Vorstand sehr wohl in der Lage sind, unsere „Befindlichkeiten“ hinten anzustellen und die uns gestellten Aufgaben ojektiv und zum Wohle des Vereins verrichten möchten!

Wir haben keine Höhenflüge und werden dem Verein FSV 06 Eintracht Hildburghausen auch bewußt keinen Schaden zufügen!

Dies tun und machen bereits andere Personen durch Halbwahrheiten, Unwahrheiten und diskriminierenden Veröffentlichungen, wobei eine „freie, unabhängige Journalistin“ damit glänzt, die Meinung der Gegenseite (Verein) gänzlich zu ignorieren!

Der Vorstand des
FSV 06 Eintracht
Hildburghausen


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